Emanzipation bei der Geburtenkontrolle

Sterilisation beim Mann – Vasektomie immer beliebter

Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, stellt sich für viele Paare die Frage, wie sie künftig verhüten wollen. Neben Antibabypille und der Verwendung von Kondomen fassen immer mehr Männer die Möglichkeit einer Sterilisation ins Auge.
Die Erotik-Community Joyclub wollte es genau wissen und hat 2.000 ihrer 3,5 Millionen Mitglieder zum Thema Vasektomie befragt.

Überraschendes Ergebnis: Nur ein Viertel der Männer schließt eine Sterilisation kategorisch aus.

Quelle: JOYclub

Ein Drittel der Männer über 45 ist bereits sterilisiert

Ganze 92,9 Prozent der befragten Frauen wünschen sich, dass die Männer mehr Verantwortung in puncto Verhütung übernehmen. Ihr Wunsch scheint auf offene Ohren zu stoßen. 47,3 Prozent der Männer können sich eine Vasektomie durchaus vorstellen. 8,8 Prozent haben den Eingriff bereits zu gegebener Zeit fest eingeplant und 20,2 Prozent der Männer sind bereits sterilisiert. Begrenzt man die Ergebnisse auf die Männer über 45 Jahre, sind es gar ein Drittel, die sich bereits unters Messer gelegt haben. Für lediglich 23,7 Prozent aller Männer kommt eine Vasektomie nicht in Frage. 

Drei Gründe für die Vasektomie

Doch was bewegt die Männer dazu, sich unters Messer zu legen?

1.      Abgeschlossene Kinderpläne

Der mit Abstand am häufigsten genannte Grund sind die abgeschlossenen Kinderpläne.

2.      Der Frau den Druck nehmen, Hormonpräparate zu nutzen

Auf Platz 2 folgt die Angst vor einem Eingriff in den Hormonhaushalt durch die Antibabypille und dem damit verbundenen Wunsch, der Frau diese Bürde abzunehmen.

3.      Möglichkeit, auf Kondome zu verzichten

Auch die drittwichtigste Motivation dient dem Ersatz einer Verhütungsmethode: 33,9 Prozent der Männer erhoffen sich durch die Sterilisation, in ihrer Beziehung auf Kondome verzichten zu können.

Quelle: JOYclub

Vasektomie
Vasektomie

Angst vor OP-Komplikationen und Verlust von sexueller Kraft

Bei vielen der unentschlossenen Männern ist die Vasektomie mit einer Reihe von Ängsten verbunden, schließlich wird hier keine Pille geschluckt oder eine Latextüte abgerollt, sondern ein Skalpell gezückt. So wundert es nicht, dass 43,7 Prozent der Männer Angst vor Komplikationen bei der OP haben. Neben der Furcht vorm tatsächlichen Eingriff treibt die Befragten vor allem die Angst vorm Verlust sexueller Kraft um. Über ein Drittel hat Sorge, im Anschluss keine Erektion mehr zu bekommen, nicht mehr ejakulieren zu können oder an Libido einzubüßen. In den meisten Fällen sind diese Ängste unbegründet.

Sterilisierte Männer haben mehr Lust auf Sex

Dies bestätigt auch das Feedback der bereits sterilisierten Männer. 96,2 Prozent derer, die sich einer Vasektomie unterzogen haben, geben an, ihre Entscheidung keineswegs zu bereuen. Nur bei 2,5 Prozent gab es Komplikationen und 1,3 Prozent der Männer haben zwischenzeitlich eine Refertilisierung, also das Rückgängigmachen der Sterilisation, vornehmen lassen.

Sorge vor abnehmender Libido scheint unbegründet

Auch die Sorge vor abnehmender Libido scheint unbegründet. 92,9 Prozent der Männer geben an, dass sich bei ihnen mentale und sexuelle Blockaden gelöst haben und sie nun mehr Lust auf Sex hätten. Bei lediglich 7,1 Prozent hat die sexuelle Lust nach dem Eingriff nachgelassen.

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