Schenken zu Ostern: Ja oder nein?

Gelegenheiten fürs Schenken gibt es genug. Doch wo sind die Grenzen?

Schenken an Ostern wird immer mehr zur Mode. Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere, dann bekamen die Kinder zu Ostern allenfalls ein Osternest mit einigen bunten Eiern, ein wenig Süßkram und vielleicht noch ne Kleinigkeit dazu. Wer hatte, versteckte die Osternester im Garten, woraufhin die Kinder in den Garten animiert wurden, im Garten nach den Geschenkenestern zu suchen. Manch Familie hatte dazu einen speziellen Aufruf, wie zum Beispiel „Gackgackgack, der Has‘ hat gelegt“ – womit natürlich der Osterhase gemeint war, der die Ostereier gelegt habe.

Uns Kindern war es egal, wie viel Sinn solch blöde Ausrufe hatten. Wir waren motiviert im Garten suchen zu gehen. Und wer Glück hatte, fand alsbald das Nest, das für ihn bestimmt war. Wer im Pech war, musste angestrengt weitersuchen und zuletzt die Hilfe der Erwachsenen in Anspruch nehmen.

Wie sich die Zeiten geändert haben!

Heute ist in Zeiten des allgemeinen Wohlstands und Überflusses aus Ostern nach Geburtstag und Weihnachten ein dritter Pflicht-Schenk-Termin geworden, bei dem viele Kinder mittlerweile gehörige Ansprüche an die Geschenke anmelden. Die Eltern und Großeltern haben aktiv dazu beigetragen, dass es sich so entwickelt hat – und vielerorts lieb gemeinte Kleinigkeit für die jungen Egoshooter keinen Wert mehr haben. Meine Beobachtung zeigt, dass die Erwartung der Eltern der Kleinen meist noch größer sind als die Erwartungen der Kinder selbst.

50plus-Mann - Schenken an Ostern
50plus-Mann – Schenken an Ostern

Doch nicht genug.

Weil Ostern für die meisten Familien nicht mehr der wichtigste christliche Feiertag, sondern sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einem weiterem Geschenke-Highlight der Konsumgüterbranche entwickelte, sollen natürlich auch Eltern und Großeltern, Schwestern, Brüder und andere anwesende Verwandte und Bekannte nicht zu kurz kommen.

Schenken: Wo sind die Grenzen?

Wer mal wieder vor der Frage steht, mitmachen oder konsequent bleiben, sich dem Konsumrausch hingeben oder Traditionen bewahren, – und sich letztlich dann doch dafür entscheidet, ebenfalls zu schenken, stellt sich unweigerlich die Frage (oder sollte sich die Frage stellen), wo die Grenzen sind – oder wie teuer ein Ostergeschenk denn sein darf.

Wer mit Traditionen bricht, verliert Orientierungspunkte

Es sollte dabei nicht darauf beschränkt sein, zu fragen, ob man selbst das Rückgrat hat, sich der Gruppendynamik zu widersetzen und sich der Geschenkeorgie zu verweigern. Vielmehr brechen bei einigen allzu leicht die Dämme und so bleiben immer Anwesende zurück, die sich angesichts unverhältnismäßiger Geschenke vor den Kopf gestoßen fühlen. Wenn Traditionen nicht mehr gelten und keine neuen Regeln oder Grenzen vereinbart werden, ist es nur natürlich, dass die Herangehensweise stark voneinander abweichen kann.

Eine Frage bleibt ungeklärt: Wann, wie und wem schenken?

Weihnachten, Ostern, Geburtstag, Muttertag, Einschulung der Kleinen … es gibt sicher noch eine Reihe weiterer Anlässe, die schnell zu Geschenkpflichtterminen werden.

Doch wie haltet Ihr, liebe Lesende dieser Zeilen, es mit dem Schenken? Wem schenkt Ihr, wann und wie viel? Beschreibt doch eure Erfahrungen, Eindrücke und eure Herangehensweise unten in den Kommentaren!

Und zuletzt auch von mir ein Geschenktipp

In Corona-Zeiten haben wir gelernt, dass die Schwächsten der Gesellschaft vulnerable Gruppen heißen. Und zu diesen Schwachen gehören auch die Alten, deren Augen schwächer werden, das Gehör nachlässt und die Mobilität kontinuierlich schrumpft.

Für die Senioren unter unseren Lieben habe ich in meinem Youtube-Kanal ein Seniorenhandy vorgestellt. Als Geschenktipp für Ostern, Muttertag, Vatertag, Geburtstag oder Weihnachten.

Ich habe mir das Smartphone Emporia SMART.5 angesehen – und für gut befunden. Wer sich dafür interessiert, schaut am besten mal hier rein: Youtube

Vielleicht reicht aber einfach mal eine gute Flasche Wein. Was meint Ihr? Hier habe ich zwei Weine vorgestellt: Weine zum Verlieben

Habt Ihr andere Eindrücke? Wie haltet Ihr es mit dem Schenken? Wo setzt Ihr euch Grenzen?

Schreibt einfach unten in die Kommentare!

Werbung

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.